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Instagram-Gewinnspiel rechtssicher durchführen

Ein Instagram-Gewinnspiel lässt sich in einer Woche aufsetzen, aber nicht ohne Regeln. Diese Anleitung führt von Ziel und Preis über Teilnahmebedingungen und Metas Vorgaben bis zur fairen Ziehung. Die rechtlichen Punkte sind eine praktische Checkliste, keine Rechtsberatung.

· 12 Min. Lesezeit

In diesem Ratgeber · 10 Abschnitte

Der ganze Ablauf im Überblick

Wer ein Instagram-Gewinnspiel machen will, legt zuerst fest, was es bringen soll, wählt einen Preis, den die gewünschte Zielgruppe wirklich nutzt, und schreibt kurze Teilnahmebedingungen: wer teilnehmen darf, wie, bis wann und wie der Gewinner ermittelt wird. Poste es mit höchstens drei Teilnahmeschritten, beende es pünktlich, lose zufällig aus den gültigen Teilnahmen, prüfe den Gewinner gegen deine Bedingungen, schreibe ihn von deinem eigenen Konto an und gib das Ergebnis öffentlich bekannt.

Instagram erlaubt jedem Konto ein Gewinnspiel, hilft dir aber nicht bei der Durchführung. Nach seinen Promotion Guidelines ist verantwortlich dafür, dass es rechtmäßig läuft, wer es veranstaltet, und zwei Aussagen sind in jedem Gewinnspiel Pflicht (siehe unten). Diese Reihenfolge bewährt sich:

  1. Wähle ein Ziel: passende Follower, eine E-Mail-Liste, Aufmerksamkeit für einen Launch oder Fotos von Kundschaft.
  2. Wähle einen Preis, den deine künftige Kundschaft haben will, und rechne den Versand durch, bevor du entscheidest, wer teilnehmen darf.
  3. Lege die Teilnahmeschritte und das Ende fest, mit Zeitzone.
  4. Schreibe Teilnahmebedingungen und Caption, mit Instagrams Freistellung und Hinweis.
  5. Poste es, pinne einen Kommentar mit der Endzeit und erinnere in Storys daran.
  6. Beende die Teilnahme pünktlich, entferne dann Dubletten, Bots und nicht Teilnahmeberechtigte.
  7. Lose zufällig, dokumentiere die Ziehung und bestimme Nachrücker in Reihenfolge.
  8. Schreibe den Gewinner an, gib das Ergebnis bekannt, liefere den Preis und miss, was sich verändert hat.

Ziel und Preis: wer soll mitmachen?

Das Ziel bestimmt die Teilnahmeschritte, und die Schritte bestimmen, wer auftaucht. Ein Gewinnspiel für mehr Follower sieht anders aus als eines für E-Mail-Adressen. Wer alles in einen Beitrag packt, endet meist bei einer langen Liste, die Leute auf halbem Weg verlassen.

ZielTeilnahmeschritt dazuWas du danach prüfst
Passende FollowerDem Konto folgen und im Kommentar eine Frage zum Thema beantwortenWie viele neue Follower einen Monat später noch da sind
Eine E-Mail-ListeEin Wort kommentieren, dann in den DMs eine E-Mail-Adresse angebenGesammelte Adressen und wie viele die erste Mail öffnen
Aufmerksamkeit für einen LaunchKommentieren, optional den Beitrag in der Story teilenReichweite des Beitrags bei Leuten, die dir nicht folgen
Fotos von KundschaftEin Foto mit dem Produkt und deinem Hashtag postenWie viele Einsendungen du mit Erlaubnis der Urheber nutzen kannst
Dank an StammkundschaftKommentieren, welches Produkt sie wählen würden, offen für alleKommentare bestehender Kundschaft und Verkäufe der genannten Produkte

Ein Preis, den alle wollen, etwa Bargeld, ein neues Handy oder ein Gutschein für einen riesigen Onlineshop, zieht alle an, auch Konten, die an Dutzenden Gewinnspielen pro Woche teilnehmen und nie wieder auf deine Beiträge schauen. Ein Preis, den nur deine Kundschaft will, filtert die Teilnahmen für dich. Eine Töpferei, die einen Platz im Drehscheiben-Wochenendkurs verlost, zieht Leute an, die töpfern wollen. Ein Gratis-Handy zieht Leute an, die ein Gratis-Handy wollen.

  • Für einen Shop eignen sich eigene Produkte oder ein Set am besten. Teilnehmende sehen, was du verkaufst, und der Gewinner kommt vielleicht wieder.
  • Coaches, Fotografinnen und Salons können eine Sitzung verlosen. Der Gewinner muss sie nutzen können, was die Teilnahme auf Leute in deiner Nähe beschränken kann.
  • Ein gemeinsamer Preis mit einem Betrieb, der dein Publikum teilt, etwa Blumenladen und Café, erreicht beide Follower-Gruppen, wenn ihr ihn als Collab-Beitrag veröffentlicht.
  • Sag, was der Preis wert ist und ob der Versand dabei ist. „Ein Geschenkkorb im Wert von 80 €, versandkostenfrei in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ beantwortet die meisten Fragen vorab.

Tipp: Kläre die Versandkosten, bevor du die Länder nennst, die teilnehmen dürfen. Ein Korb ins Ausland kann mehr kosten als der Korb, und Regeln zu ändern, nachdem Leute mitgemacht haben, wirkt unfair.

Was Instagrams Promotion Guidelines verlangen

Instagrams Promotion Guidelines sind kurz. Wer Instagram für ein Gewinnspiel, einen Wettbewerb oder eine Verlosung nutzt, ist dafür verantwortlich, es rechtmäßig durchzuführen. Das umfasst:

  • Die offiziellen Regeln, die du schreibst und veröffentlichst.
  • Angebotsbedingungen und Teilnahmevoraussetzungen, etwa Altersgrenzen und die Länder oder Regionen, die teilnehmen dürfen.
  • Die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften, die für die Aktion und jeden Preis gelten.
  • Ehrliches Markieren. Du darfst Inhalte nicht falsch markieren oder andere dazu auffordern. Instagrams Beispiel: Leute bitten, sich auf Fotos zu markieren, auf denen sie nicht sind.
  • Eine vollständige Freistellung von Instagram durch jede teilnehmende Person.
  • Die Bestätigung, dass die Aktion in keiner Weise von Instagram gesponsert, unterstützt oder verwaltet wird und nichts mit Instagram zu tun hat.

Instagram sagt zudem, dass es bei der Durchführung nicht hilft und nicht beraten kann, ob du für Inhalte von Teilnehmenden eine Erlaubnis brauchst oder wie du sie bekommst. Wer Instagram für ein Gewinnspiel nutzt, tut das auf eigenes Risiko.

Wenn du es auch auf einer Facebook-Seite postest

Metas Richtlinien für Seiten, Gruppen und Events setzen auf Facebook ähnliche Bedingungen: Du musst das Gesetz einhalten, offizielle Regeln bereitstellen, Teilnahmebedingungen und Berechtigungen nennen und die Teilnehmenden Meta freistellen lassen und bestätigen, dass Meta die Aktion nicht sponsert, unterstützt, verwaltet oder damit verbunden ist. Außerdem darf eine Aktion nicht verlangen oder dazu anreizen, andere zu teilen, zu reposten oder zu markieren. „Markiere zwei Freunde“ mag auf Instagram überall stehen, gehört aber nicht in die Facebook-Version.

Recht im deutschsprachigen Raum: eine Checkliste

Instagrams Regeln stehen neben dem Gesetz, nicht an dessen Stelle. Preisausschreiben sind von Land zu Land geregelt. Die folgenden Punkte fassen zusammen, was Fachseiten für Gewinnspiele in Deutschland nennen. Sie stützen sich auf die Seiten, die wir am 23. Oktober 2026 gelesen haben: den Artikel „Rechtskonforme Gewinnspiele auf Facebook und Instagram“ der IT-Recht Kanzlei (Stand 30.10.2025), „Instagram & Impressum“ des Händlerbunds und „Newsletter: Rechtliche Voraussetzungen“ der IHK Hannover (Stand 03.03.2026). Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung. Für den Einzelfall und für Österreich oder die Schweiz lass dich beraten.

  • Teilnahmebedingungen: Die IT-Recht Kanzlei rät, sie extern abzulegen und im Beitrag zu verlinken. Sie nennt mindestens Veranstalter, Teilnahmeberechtigte, Start und Ende, einen genauen Preis (auch Zusatzkosten), Ziehungstermin, Auswahlverfahren (Zufall oder Jury) und die Übergabe des Preises.
  • Hinweis auf Meta: Die IT-Recht Kanzlei empfiehlt einen Satz wie „Das Gewinnspiel wird in keiner Weise von Meta gesponsert, unterstützt oder organisiert.“, am besten am Ende des Beitrags. Instagram verlangt zusätzlich die Freistellung. Ansprechpartner bist du als Veranstalter.
  • Datenschutzhinweise: Für die Daten der Teilnehmenden braucht es laut IT-Recht Kanzlei eine Information nach Art. 13 DSGVO. Als übliche Grundlage nennt sie Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, wenn die Daten nur für Benachrichtigung und Übergabe genutzt werden. Erhebe nur, was du brauchst.
  • Gewinner nennen: Name oder Profilbild des Gewinners öffentlich zu zeigen, setzt laut IT-Recht Kanzlei grundsätzlich dessen vorherige Einwilligung voraus. Sag in den Bedingungen, ob und wie du Gewinner nennst.
  • Impressum: Konten mit geschäftlicher Nutzung brauchen laut Händlerbund eines. Es gehört als Link ins Website-Feld des Profils, denn ein vollständiges Impressum passt nicht ins Profil. Ein fehlendes oder fehlerhaftes Impressum kann abgemahnt werden.
  • Markieren: Verlange nicht, dass Leute sich oder andere auf Fotos markieren, auf denen sie nicht zu sehen sind. Auf Facebook ist die Verpflichtung, Freunde zu markieren oder den Beitrag zu teilen, nicht erlaubt.
  • Newsletter als Teilnahmeschritt: Die IT-Recht Kanzlei hält die Kopplung unter Bedingungen für möglich: Die Gegenleistung muss klar benannt sein, die Einwilligung ausdrücklich und mit Double-Opt-in. Die IHK Hannover nennt das Double-Opt-in den sichersten Nachweis. Hier lohnt sich eine anwaltliche Prüfung.
  • Daten löschen: Heise empfiehlt, nur nötige Daten zu erheben und sie nach dem Ende des Gewinnspiels zügig zu löschen.

Vorlagen für Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweise bieten wir nicht an. Hol dir sie von einer Anwältin oder von Anbietern juristischer Texte, wie der IT-Recht Kanzlei, die ein Muster auf ihrer Seite anbietet. Welche Regeln für Preisausschreiben in deinem Land gelten und ob etwa ein Kaufzwang aus einer Verlosung ein Glücksspiel macht, prüfst du dort. Ob ein Kommentar-zu-DM-Ablauf als Teilnahmeschritt zulässig ist, sagt keine der Quellen, die wir gelesen haben. Wir behaupten dazu weder ein Ja noch ein Nein.

Teilnahmeschritte, die Leute zu Ende gehen

Jeder zusätzliche Schritt verliert Teilnehmende und macht dir am Ende mehr Prüfarbeit. Zwei oder drei Schritte reichen. Das sind die üblichen, mit Nutzen und Tücken:

TeilnahmeschrittWas er dir bringtWorauf du achtest
Ein Wort kommentieren oder eine Frage beantwortenLeicht zu zählen, die Antworten zeigen, was Leute wollenBots und Mehrfachkommentare; schreibe, dass es eine Teilnahme pro Person gibt
Deinem Konto folgenBringt das gewünschte PublikumManche entfolgen nach der Bekanntgabe; prüfe die Follows vor der Ziehung
Eine Freundin im Kommentar erwähnenVerbreitet den Beitrag per MundpropagandaBegrenze auf eine Person pro Kommentar; auf Facebook darf es nicht verlangt oder belohnt werden
Den Beitrag in der Story teilenReichweite über deine Follower hinausStorys verschwinden nach 24 Stunden; bitte um Erwähnung, damit der Share bei dir ankommt
Ein Foto mit deinem Hashtag postenOriginalfotos, die du eventuell weiternutzen kannstBeiträge privater Konten erscheinen nicht auf Hashtag-Seiten, und die Weiternutzung braucht die Erlaubnis
Etwas kaufenVerkäufe während des GewinnspielsBezahlte Teilnahme kann eine Verlosung vielerorts zum Glücksspiel machen; biete einen kostenlosen Weg an oder lass es

Bonus-Teilnahmen, etwa eine Extra-Chance je erwähntem Freund, vervielfachen deine Kommentarzahl und begraben die Kommentare unter Markierungen. Bietest du sie an, setze eine Grenze und beschreibe, wie sie gezählt werden, denn Leute fragen danach.

Caption und Teilnahmebedingungen schreiben

Die Caption ist die Version zum Überfliegen, die Teilnahmebedingungen sind die, auf die du verweist, wenn jemand etwas fragt. Halte die Caption bei dem, was man zum Mitmachen braucht:

  • Der Preis, sichtbar im ersten Bild oder den ersten Sekunden des Reels.
  • Die Teilnahmeschritte, nummeriert in der Reihenfolge, in der man sie tun soll.
  • Das Ende, mit Datum, Uhrzeit und Zeitzone: „Sonntag, 1. November, 21 Uhr MEZ“, nicht nur „Sonntag“.
  • Wer teilnehmen darf: Mindestalter und Länder oder Regionen.
  • Wie und wann der Gewinner gezogen und bekanntgegeben wird.
  • Instagrams Freistellung und der Hinweis, und wo die vollständigen Teilnahmebedingungen stehen.
  • Welches Konto den Gewinner kontaktiert, und das Versprechen, dass du nie nach Geld oder einem Passwort fragst.

Die vollständigen Bedingungen können auf einer Webseite oder in einem geteilten Dokument stehen, verlinkt in deiner Bio. Ergänze, was die Caption auslässt: eine Teilnahme pro Person, was zum Ausschluss führt, wie lange der Gewinner zum Antworten hat, bevor du neu ziehst, ob der Preis gegen Bargeld getauscht werden kann, was mit gesammelten E-Mail-Adressen geschieht und der Name des Unternehmens, das veranstaltet.

Tipp: Links in Instagram-Captions und Kommentaren lassen sich nicht antippen. Schreibe also „Teilnahmebedingungen: Link in der Bio“ und lass diesen Link stehen, bis der Preis übergeben ist.

Während das Gewinnspiel läuft

  • Pinne einen Kommentar, der die Endzeit wiederholt und sagt, wo die Bedingungen stehen. Instagram erlaubt bis zu drei angepinnte Kommentare pro Beitrag.
  • Beantworte Fragen in den Kommentaren, sobald sie kommen. Sichtbare Antworten zeigen Neuen, dass das Gewinnspiel echt ist und jemand es betreut.
  • Teile den Beitrag in deiner Story mit einem Countdown-Sticker auf die Endzeit, damit Zuschauer sich erinnern lassen können.
  • Blende Spam aus oder lösche ihn, und blockiere Konten, die nur Links posten.
  • Achte auf Kopien deines Kontos. Ähnliche Profile schreiben Teilnehmenden, sie hätten gewonnen, und verlangen dann eine Liefergebühr, Kartendaten oder einen Login-Code. Poste eine Story, dass du nur von deinem echten Konto aus schreibst, und melde die Fakes als Identitätsmissbrauch.

Teilnahmen automatisch bestätigen

Besteht die Teilnahme darin, ein Wort zu kommentieren, kann ein Kommentar-zu-DM-Tool jede Teilnahme privat bestätigen. In DMFast kommentiert jemand TEILNAHME, bekommt eine kurze öffentliche Antwort und eine DM mit der Bitte zu antworten, denn diese eine private Antwort ist alles, was Instagram bis dahin erlaubt. Nach ihrer Antwort können die Bedingungen folgen, und mit „Nur an Follower senden“ (nur Instagram, ab dem Pro-Tarif) läuft vorher die Follow-Prüfung. Kommentare mit Links werden als Spam übersprungen, und jede Person bekommt die DM trotz mehrerer Kommentare nur einmal am Tag. Fragt die DM auch nach einer E-Mail-Adresse, lässt sich die Liste als CSV exportieren, aus der du ziehen kannst. Für diese Adressen brauchst du deine eigene Einwilligung und Datenschutzinformation.

Jedes Tool arbeitet in Metas Grenzen: eine private Antwort pro Kommentar, innerhalb von 7 Tagen nach dem Kommentar, und höchstens 750 private Antworten pro Stunde und Instagram-Konto. Automatische Nachrichten erreichen jemanden nur innerhalb von 24 Stunden nach seiner letzten Nachricht, der Gewinner, dessen Teilnahme meist Tage zurückliegt, sollte also eine Nachricht bekommen, die du selbst tippst.

Beenden, fair ziehen, Gewinner informieren

Hör zur genannten Endzeit auf zu zählen, auch wenn weiter Kommentare eintreffen. Notiere Zeit und Kommentarzahl und arbeite mit einer festen Liste. Bei ein paar Hundert Kommentaren kannst du Benutzernamen von Hand in eine Tabelle kopieren. Bei mehr nimmst du ein Comment-Picker-Tool, das sich über Instagrams oder Facebooks eigene Anmeldeseite verbindet, nie eines, das dich bittet, dein Instagram-Passwort in sein eigenes Formular zu tippen.

  1. Setze pro Teilnehmerin eine Zeile an. Entferne Dubletten in Google Sheets mit Daten, Datenbereinigung, Duplikate entfernen, in Excel mit Daten, Duplikate entfernen.
  2. Lösche alle, die die Bedingungen ausschließen: Team und Familie, wenn du es so festgelegt hast, Leute außerhalb deiner Regionen und offensichtliche Bot- oder Spam-Konten.
  3. War Folgen eine Bedingung, prüfe sie, zumindest beim Gewinner und den Nachrückern.
  4. Nummeriere die Zeilen und ziehe. =ZUFALLSBEREICH(1;412) liefert in Google Sheets und Excel eine zufällige ganze Zahl von 1 bis 412 (in der englischen Version heißt die Funktion RANDBETWEEN).
  5. Nimm den Bildschirm auf, während du ziehst, und ziehe sofort zwei oder drei Nachrücker in Reihenfolge.
  6. Öffne das Profil des Gewinners und prüfe es gegen die Bedingungen, bevor du jemanden kontaktierst.

Tipp: ZUFALLSBEREICH wählt bei jeder Neuberechnung der Tabelle eine neue Zahl, auch wenn du in eine andere Zelle tippst. Mach einen Screenshot oder füge das Ergebnis sofort als reinen Wert ein, sonst musst du erklären, warum der Gewinner wechselte.

Schreibe den Gewinner von deinem Hauptkonto an. Folgt er dir nicht, landet die Nachricht in den Nachrichtenanfragen, wo man sie leicht übersieht. Sag in der Bekanntgabe also, dass du geschrieben hast. Frag nur nach dem, was du zur Übergabe brauchst, etwa Name und Adresse, und nenne die Antwortfrist aus deinen Bedingungen. Die IT-Recht Kanzlei empfiehlt statt direkter Kontaktaufnahme über die Plattform die öffentliche Bekanntgabe, wenn die Bedingungen das vorsehen. Lege fest, wie du es hältst, und schreibe es in die Bedingungen.

  • Verlange vom Gewinner nie, etwas zu zahlen, auch nicht für den Versand. Genau das tun die Fake-Konten, und deine echte Nachricht sähe dann aus wie eine von ihnen.
  • Gib das Ergebnis in einer Story und in einem Kommentar unter dem Gewinnspiel-Beitrag bekannt, damit Teilnehmende sehen, dass es von dir kommt.
  • Nenne den Gewinner öffentlich nur, wenn die Bedingungen das vorsahen und eine Einwilligung vorliegt. Manche wollen nicht markiert werden.
  • Verstreicht die Frist ohne Antwort, geht der Preis an den ersten Nachrücker, und du sagst das öffentlich.
  • Bewahre Bildschirmaufnahme und Teilnehmerliste einige Monate auf, falls jemand das Ergebnis anzweifelt, und lösche die Daten dann zügig.

Messen, was das Gewinnspiel gebracht hat

Geh zurück zum Ziel, das du aufgeschrieben hast. Die Follower-Zahl ist die naheliegende Messgröße und schmeichelt Gewinnspielen, denn manche neue Follower gehen, sobald der Gewinner feststeht. Wichtig ist die Zahl einen Monat später.

  • Follower: die Zahl am Vortag, am letzten Tag und 30 Tage später.
  • Interaktion: Likes, Kommentare, Speicherungen und Shares bei deinen nächsten fünf normalen Beiträgen, verglichen mit den fünf davor.
  • Leads: gesammelte E-Mail-Adressen und wie viele davon lesen, was du schickst.
  • Verkäufe: Bestellungen mit dem Code, den du Teilnehmenden gegeben hast, und Bestellungen für den Preis selbst.
  • Kosten: Preis, Versand und deine Zeit, geteilt durch die behaltenen Follower oder Leads.

Häufige Fragen

Ist ein Gewinnspiel auf Instagram erlaubt?

Instagram erlaubt Gewinnspiele, solange du seine Promotion Guidelines einhältst. Sie machen dich für offizielle Regeln, Teilnahmebedingungen und die geltenden Gesetze verantwortlich. Welches Recht gilt, hängt davon ab, wo die Teilnehmenden leben. Ein kostenloses Gewinnspiel ist der einfachste Fall. Für den Einzelfall lass dich rechtlich beraten.

Brauche ich Teilnahmebedingungen?

Instagram verlangt offizielle Regeln, und die IT-Recht Kanzlei rät, die Bedingungen extern abzulegen und im Beitrag zu verlinken. Sie nennen mindestens Veranstalter, Teilnahmeberechtigte, Zeitraum, Preis, Ziehungstermin, Auswahlverfahren und Übergabe. Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung.

Muss ich dazuschreiben, dass Instagram nichts damit zu tun hat?

Ja. Instagram verlangt die Freistellung von Instagram und die Bestätigung, dass die Aktion in keiner Weise von Instagram gesponsert, unterstützt oder verwaltet wird. Die IT-Recht Kanzlei nennt als Beispielsatz für Meta: „Das Gewinnspiel wird in keiner Weise von Meta gesponsert, unterstützt oder organisiert.“

Darf ich verlangen, dass Leute mir folgen oder Freunde markieren?

Instagrams Promotion Guidelines erwähnen Follow-Pflichten nicht, sie regeln Regeln, Berechtigung, Freistellung und ehrliches Markieren. Freunde in Kommentaren zu erwähnen ist auf Instagram verbreitet, falsches Markieren auf Fotos nicht. Auf Facebook darf eine Aktion das Markieren, Teilen oder Reposten nicht verlangen.

Brauche ich ein Business-Konto für ein Gewinnspiel?

Nein. Jedes Konto kann eines posten, wenn es die Promotion Guidelines einhält. Ein professionelles Konto hilft aber: Es hat ausführlichere Statistiken, und auf Metas Messaging-API gebaute Tools, auch Kommentar-zu-DM, funktionieren nur mit professionellen Konten.

Wie erkennen Teilnehmende eine echte Gewinnnachricht?

Eine echte kommt vom Konto, das das Gewinnspiel veranstaltet hat, nach einer öffentlichen Bekanntgabe. Fakes kommen meist von einer Kopie mit leicht anderem Benutzernamen und verlangen etwas: eine Liefergebühr, Kartendaten, einen Login-Code oder einen Tipp auf einen unbekannten Link. Schreib das in die Caption und melde Kopien an Instagram.

Quellen